Worin ich mich gerade übe

Manchmal scheint es einfacher, sich nicht gegen Dinge zu wehren, sondern sie einfach zuzulassen, wie sie kommen. Und später, wenn man bereits bis zum Hals im Problem steckt, kann man sich einreden, man hätte keine Wahl gehabt, es ist eben einfach so gekommen, und das Leben erscheint dir unfair. Plötzlich ist es doch nicht mehr so einfach.

Oder du wehrst dich, nimmst die Dinge nicht als gegeben, sondern nimmst deinen Part darin ein, auf den du durchaus Einfluss nehmen kannst, weil du festgestellt hast, dass du mehr bist als ein Spielball deines Schicksals. Aber dann musst du Entscheidungen treffen. Wissen, was du willst. Dafür kämpfen. Es ist nicht einfach, besonders nicht, zu wissen, was man will. Das bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Aber am Ende lohnt es sich. Immer. Nur dann ist es dein Leben.

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Spiegel

(01.12.2016)

Immer wieder
Bin ich auf der Flucht.
Vor mir selbst.
Vor all den Gedanken
Problemen
Fragen, die mich verfolgen

Und denke…
Weglaufen lässt sie verschwinden.

Und dann stehe ich da.
Unerwartet.
Stehe einem Spiegelbild-Ich gegenüber
Es versperrt mir den Weg
Sehe sie vor mir
Die Gedanken
Probleme
Fragen in meinem Nacken sitzen
Möchte weglaufen
Kann nicht
Bleibe ich…

Kann mir nicht in die Augen schauen.

Sterne

Wir sind wie die Sterne.

Leuchten,
die einen hell,
andere blasser, ferner…
Und doch jeder
Zentrum seines eigenen kleinen
Sonnensystems.

Und obwohl jeder einzeln
so klein,
einsam,
zufällig wirkt…
Hat jeder seinen Platz,
und gemeinsam strahlen wir.

Und wer genau hinsieht
erkennt das Bild darin.